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Wissenswertes über die Smartphone Fotografie

Wie ich die Technik richtig nutze

Wusstest Du, dass man schon mit kleinen, aber enorm effizienten Tricks und Tipps eine Menge bewirken kannst? Zu den wichtigsten Handgriffen gehört beispielsweise das Säubern der Linse unmittelbar vor dem Klick auf den Auslöser. Dadurch trage ich zu klaren, scharfen Bildern ohne den unerwünschten Nebeleffekt bei. Warum? Wenn das Smartphone ständig in der Tasche oder in der Hand liegt, sammeln sich darauf schnell Fingerabdrücke und Staub. Das Ergebnis sind oft milchige Bilder oder unschöne Lichtreflexe. Das Abwischen der Linse am T-Shirt reicht in der Regel schon aus. Wenn Du möchtest, kannst Du unterwegs natürlich auch ein sauberes und fusselfreies Microfaser-Tuch mitnehmen!

Ein zweiter, spannender Tipp

Ich überlasse bei der Fotografie nicht alles der Technik. Wenn ich auf dem Display auf mein Hauptmotiv tippe, kann ich selbst festlegen, worauf die Kamera scharfstellen soll. Bei vielen Smartphones lässt sich der Fokus sogar anschließend durch längeres Drücken sperren. Auch die Helligkeit lässt sich meist direkt auf dem Display anpassen. Ich kann das Bild heller oder dunkler machen und damit selbst entscheiden, wie die Stimmung wirken soll. Gerade bei Gegenlicht oder sehr hellen Bildbereichen lohnt es sich, hier kurz einzugreifen.

Das Raster, das ich in den Kameraeinstellungen finde, ist bei vielen Motiven eine wertvolle Orientierungshilfe. Ich kann meine Bilder damit viel besser ausrichten. Dabei hilft mir die sogenannte Drittel-Regel. Statt mein Motiv immer genau in die Mitte zu setzen, platziere ich es entlang der Linien oder an einem ihrer Kreuzungspunkte. In vielen Fällen bekommt das Bild dann deutlich mehr Spannung, und auch die Bildaufteilung wirkt oft viel harmonischer. Du siehst also: Es muss nicht alles stur in der Mitte kleben!

Ebenso wechsele ich gerne mal die Perspektive: indem ich etwa tief in die Hocke gehe oder von weit oben fotografiere. Die Veränderung des Blickwinkels sorgt für eine überraschende Ansicht und macht aus eigentlich alltäglichen Motiven faszinierende Eye-Catcher. Ausprobieren lohnt sich und macht richtig Spaß!

Bildbearbeitung mit Fingerspitzengefühl und Augenmaß

Bei der Bildbearbeitung ist weniger oft mehr, was aber nicht bedeutet, dass ich komplett darauf verzichte. Ich nutze hier gerne den 80/20-Ansatz. Das bedeutet: 80 Prozent der Bildwirkung sollen von der ursprünglichen Fotografie kommen, 20 Prozent dürfen durch Bildbearbeitung und Korrekturen verbessert werden. Die Bildbearbeitung soll zwar unterstützen, aber nicht das Bild komplett neu erfinden. Automatisches Geraderücken, Rauschreduzierung oder das Aufhellen von Schatten sind für mich gute Beispiele. Solche Korrekturen verbessern die technische Qualität, der Charakter des ursprünglichen bilder bleibt aber erhalten. Ebenso lassen sich störende Kleinigkeiten unkompliziert entfernen. Mit einem intelligenten Radierer kann ich beispielsweise ein Straßenschild im Hintergrund beseitigen, falls es vom eigentlichen Motiv ablenkt.

Beim Filtern trete ich gerne auf die Bremse. Nur weil ein Effekt stark auffällt, bedeutet das nämlich nicht automatisch, dass das Bild dadurch auch besser wird. Verändert also mein Smartphone nach einem Klick die Farben, Kontraste oder Hauttöne sehr stark, nehme ich die Intensität anschließend wieder etwas zurück. Meist reichen 20 oder 30 Prozent weniger, und schon sieht das Ergebnis viel natürlicher aus.

Smartphone Bild, Orginal vor der Bildbearbeitung. Smartphone Bild, Bild nach der Bildbearbeitung.

Ein Muss ist für mich auch der Vorher-Nachher-Vergleich. Ich schaue mir am Ende also immer noch einmal das Original an. Wie stark unterscheidet sich die bearbeitete Version davon? So kann ich gut beurteilen, ob ich "nur" etwas verbessert oder doch zu viel verändert habe. Der Charakter des Originals soll schließlich erhalten bleiben, denn er ist es, der mich als Fotografen ausmacht.

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